1.) Realisierung eines inklusiven, sozialen und nachbarschaftlich betreuten Quartierswohnkonzepts

Seit Februar 2014 haben wir uns gemeinsam mit der Paritätischen PFLEGE Schleswig-Holstein gGmbH (PFLEGE SH) um eine Realisierung unseres Quartierswohnkonzepts nach dem Vorbild des Bielefelder Modells auf dem bisherigen städtischen Parkplatz Droysenstraße bemüht. Der Gewinner des von der Stadt ausglobten Bieterverfahrens, die NGEG, hatte zunächst beabsichtigt, das Stadtteilnetzwerk bei der Umsetzung ihres Projekts zu beteiligen.
Nach Abschluss des Grundstücksvertrages mit der Stadt im September 2018 wurde uns die aktuelle Planung der NGEG bekannt gegeben. Erst dann konnte die Frage geklärt werden, ob und unter welchen Bedingungen  unser Quartiershauskonzept in das primär als Appartementhaus für Studierende geplante Projekt der NGEG eingefügt werden kann. Das Ergebnis war, dass dies nicht zu für beiden Seiten annehmbaren Bedingungen möglich ist. Nur die von der PFLEGE SH zu betreuende Hausgemeinschaft für junge Menschen mit Behinderung kann davon voraussichtlich umgesetzt werden.
Stadtteilnetzwerk und PFLEGE SH setzen ihre Suche nach neuen Partnern und anderen geeigneten Standorten in der nördlichen Innenstadt fort. Das ist auch im Sinne der  Menschen, die Interesse an einer Mietwohnung in so einem Projekt des gleichermaßen gemeinschaftlichen wie selbständigen Wohnens bekundet haben.

 

Wohnen plus114

2.) Neue Initiative für gemeinschaftliches Wohnen zu bezahlbaren Mieten

Angeregt von der Paritätischen PFLEGE GmbH und aufgrund der Erfahrungen bei der langwierigen Entwicklung des Projekts Droysenstraße wollen wir zusätzlich die Idee der Entwicklung anderer Projekte gemeinschaftlichen generationsübergreifenden Wohnens verfolgen. Ziel ist es, neue Wohnformen auch im Segment preisgünstiger Mietwohnungen realisieren zu helfen, in denen es speziell auch darum geht, notwendige Alltagsaktivitäten besonders im hauswirtschaftlichen Bereich zur Entlastung Aller zu teilen. Neben eigenen abgeschlossenen Wohnungen gibt es größere Gemeinschaftsbereiche, in denen sich alle Bewohner_innen zur Stärkung des Zusammenhalts treffen können. Alt und Jung unterstützen sich gegenseitig. Als ersten Schritt planen wir zurzeit, zusammen mit der Interessengemeinschaft Wohnprojekte Schleswig-Holstein e.V. eine große Veranstaltung von und für Menschen zu machen, die ebenfalls daran interessiert sind, als Mieter_innen gemeinsam mit Anderen nachbarschftliches Wohnen zu verwirklichen.

Aktuelle Veranstaltung am 3. November 2018 im Wissenschaftszentrum Kiel, Fraunhoferstr. 13

10 – 17 Uhr

FLYER-Gemeinschaftl.Wohnen

In den Kieler Nachrichten wurde am 5. November über die Veranstaltung berichtet

Gemeinschaftliches Wohnen

Dokumentation der Veranstaltung 3.11.2018

3.) Frühere Veranstaltungen:

Auch Menschen mit Unterstützungsbedarf wollen – ob alt oder jung – möglichst selbstbestimmt in ihrer eigenen Häuslichkeit und im gewohnten Umfeld wohnen bleiben. Um diesem Wunsch gerecht zu werden, müssen Angehörige, Nachbarn, ehrenamtlich Tätige und ambulante Fachkräfte in den Stadtteilen und Wohnvierteln gut zusammenarbeiten.

Das Stadtteilnetzwerk hat für solche Kooperationen in der nördlichen Innenstadt die Initiative ergriffen. Es bringt hierbei die ehrenamtliche und nachbarschaftliche Komponente ein und wendet sich auch an die Wohnungsvermieter (Wohnungsunternehmen und -genossenschaften).

Diese Zielsetzung entspricht genau der Absicht des Bundesmodellprogramms „Zuhause im Alter“, Teilprogramm Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen des Mi

nisteriums für Familie, Senioren, Frauen und Jungend (BMFSFJ) für die Jahre 2012 bis 2014. Das BMFSFJ hat daher in Kooperation mit dem FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. ein vom Stadtteilnetzwerk beauftragtes Gutachten des Architekturbüros Bock, Schulz und Partner (Kiel) gefördert. In ihm wurde modellhaft mit konkreten Ergebnissen die Machbarkeit eines solchen Projekts in der nördlichen Innenstadt Kiels untersucht. Auf dieser Grundlage werden zurzeit Partner für die Realisierung gesucht.

Im Rahmen seiner gemeinnützigen Ziele entwickelt das Stadtteilnetzwerk Maßnahmen zur Stärkung aktiver Nachbarschaften in den Wohnquartieren, die es hilfebedürftigen Menschen ermöglicht, in ihrer eigenen Wohnung zu bleiben.

 

Lesen Sie den Artikel der Kieler Nachrichten vom 20.04.2015 unter Presse und den unten stehenden Artikel.